Zinsperspektiven haben Auswirkungen auf Dollar Preis

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USD aufgrund US-Zinsperspektiven weiter unter Druck

Für die US-Währung könnte sich im Vorfeld der US-Arbeitsmarktdaten dieser Woche eine quartalsmäßige Verschlechterung gegenüber 14 der 16 meist gehandelten Gegenwährungen ergeben.
Prognosen zufolge soll der Stellenabbau in den USA erneut zurückgehen und damit die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen wieder verstärkt werden. Trotz leichter Kursgewinne gegenüber einigen Hauptwährungen und einer Aufholjagd zum japanischen Yen am Dienstag, könnte sich das zuvor erreichte Plus heute wieder aufheben, da die US-Notenbank Federal Reserve voraussichtlich zum wiederholten Male den Rekordtiefstand ihres Leitzinses für einen verlängerten Zeitraum beibehalten wird.

Schwaches US-Verbrauchervertrauen treibt US-Dollar an

Im Grunde nahmen die Ergebnisse zum US-Verbrauchervertrauen, das mit 53,1 Punkten unter den erwarteten 57,0 Punkten lag, am Dienstag positiven Einfluss auf den US-Dollar.
Dieser erreichte ein Tageshoch von 1,4526 zum EUR und markierte damit einen neuen zweieinhalb wöchigen Rekordstand. Der Markt ist laut Angaben der Händler jedoch auf die in den kommenden Tagen anstehenden US-Arbeitsmarktdaten fixiert.

Das Währungspaar EUR/USD fiel am Dienstag um nahezu 70 Punkte und notierte zu Handelsschluss bei 1,4592. Auch der EUR verzeichnete gestern Kursverluste trotz positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone.
Gegenüber dem GBP rutschte der US-Dollar zum zweiten Tag in Folge ab und schloss hier bei 1,5969. USD-Kursschwankungen zeichneten sich zum Pfund ab, nachdem England Notenbank (BoE) verkündete, dass von einer weiteren Leitzinssenkung derzeit Abstand genommen werde. Anschließend schloss der GBP etwas fester. Zum JPY machte der USD ebenfalls Boden gut. Dieses Währungspaar notierte bei 90,15. Investoren befürchten nach wie vor, dass die japanische Regierung über kurz oder lang in den jüngsten Aufwärtstrend des Yen eingreifen wird.

Heute stehen ausschlaggebende Veröffentlichungen auf der US-Wirtschaftsagenda: Wichtigste untern ihnen ist der für 14:15 Uhr erwartete ADP-Arbeitsmarktbericht, Beschäftigung privater Sektor, für den Monat September.

Wie sieht die Zukunft des USD aus?
Wie sieht die Zukunft des USD aus?

Weitere Konjunkturdaten von Bedeutung sind um 14:30 Uhr das US-BIP des 2. Quartals (3. Veröffentlichung), annualisiert sowie um 15:45 Uhr der Chicagoer US-Einkaufsmanagerindex ebenfalls für September. Für Forex-Händler gibt es heute keine Verschnaufpause. Achten Sie auf hohe Volatilität vor und nach den Veröffentlichungen und eröffnen Sie jetzt ihre USD-Positionen, um von den extremen Kursschwankungen am Devisenmarkt zu profitieren.

EUR fällt auf 2-Wochentief gegenüber US-Dollar

Am gestrigen Handelstag rutschte der EUR zum US-Dollar bis auf einen zweieinhalb wöchigen Tiefstand ab. Diese Entwicklung ergab sich trotz positiver Konjunkturdaten aus der Eurozone. Der EUR verzeichnete angesichts der nachlassenden Nachfrage nach risikoreichen Anlagen insgesamt Kursverluste. Auslöser hierfür war die Stimmung unter den US-Verbrauchern, die sich im September wider Erwarten eingetrübt hat.
Das Britische Pfund dagegen ließ einen Kursanstieg gegenüber den wichtigsten Gegenwährungen erkennen, nachdem die Bank of England (BoE) erklärte, dass sie von einer weiteren Leitzinssenkung derzeit Abstand nehme.

Der EUR fiel am Dienstag um ca. 70 Punkte zum USD auf 1,4592. GBP/USD schloss den gestrigen Handel deutlich höher bei 1,5969. Aufgrund der Stellungnahme der englischen Notenbanker rutschte EUR/GBP zum zweiten Tag in Folge ab und beendete den Handel mit 0,9132. Darüber hinaus stützte die Nachricht zum Leitzins den GBP gegenüber Japans Währung. GBP/JPY legte um über 100 Punkte zu und erreichte die Marke von 144,40. Das Britische Pfund blieb insgesamt unbeeinflusst von den überwiegend negativen Konjunkturdaten aus den USA. Des Weiteren zeigten sich die Marktteilnehmer gestern über das Tempo des EUR-Kursrückgangs erstaunt.

Der heutige Tag bietet Forex-Händlern viel versprechende Handelsgelegenheiten. Sowohl aus Großbritannien, als auch aus der Eurozone und der Schweiz werden wichtige Datenveröffentlichungen erwartet. Um 09:55 Uhr gibt die Bundesagentur für Arbeit, Deutschlands Arbeitsmarktdaten für September aus, was die saisonbereingten Arbeitslosenzahlen umfasst.
Um 11:00 Uhr werden die Verbraucherpreise der Eurozone für September (Vorabschätzung) veröffentlicht. Aus Großbritannien wird um 10:30 Uhr das Ergebnis des Dienstleistungsindex bekannt gegeben. Um 11:30 Uhr erwarten die Marktteilnehmer aus der Schweiz das KOF-Konjunkturbarometer für den Monat September.

Starker Yen unter Abwärtsdruck

Der aktuell starke Yen gerät angesichts der grassierenden Deflation in Japan verstärkt unter Abwärtsdruck. Krisenanzeichen gibt es genügend. Allein im September fiel die Kerninflation um fast 2,5%. Dies sei der deutlichste Rückgang innerhalb der letzten zehn Jahre. Seit Beginn der Konjunkturkrise stieg der JPY erheblich gegenüber GBP, USD und EUR. Eine Abwertung der eigenen Währung scheint für die neue japanische Regierung ein möglicher Ausweg aus der Deflationsspirale.

Kurz nach ihrem Wahlsieg hatte sich die demokratische Regierungspartei noch für einen starken Yen ausgesprochen. Der Yen gerät somit unter Abwärtsdruck. USD/JPY kletterte um 20 Punkte aufwärts und notierte bei 90,15. GBP/JPY stieg um 100 Punkte in die Höhe bis auf 144,40.
Investoren verlieren verstärkt ihr Vertrauen in die extrem erschütterte japanische Wirtschaft, was eine langfristige Fortsetzung des JPY-Abwärtstrends bedeuten könnte. Anleger sollten ihr Augenmerk als nächstes auf die folgenden Veröffentlichungen aus Japan richten: Tankan-Bericht, Produktions- sowie Dienstleistungsindex und Ergebnisse der Einzelhandelsumsätze heute Nacht um 01:50 Uhr.

Rohöl erreicht $67-Marke

Die Ölpreise schlossen gestern bei $67,26 pro Barrel, nachdem sie zuvor ein Tageshoch um $66,75 erreichten. Dabei spielte der schwache US-Dollar zu früher Handelsstunde eine entscheidende Rolle. Die US-amerikanische Währung verzeichnete jedoch im weiteren Tagesverlauf mit Veröffentlichung eines rückläufigen US-Verbrauchervertrauens Kursgewinne, was dem Ölpreis wiederum Abwärtsdruck verlieh. Während der USD-Kurs anstieg rutschten die Rohölpreise ab.

Auch heute bleibt es um den Ölkurs spannend. Die Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände der Woche um 16:30 Uhr gilt als äußerst wichtige Orientierungshilfe für Rohstoff-Anleger. Darüber hinaus wird der für heute erwartete ADP-Arbeitsmarktbericht der US-Beschäftigung im privaten Sektor seinen Einfluss auf den Rohölkurs nehmen, da der Rohstoff in US-Dollar bepreist wird. Wenn Sie sich heute den Rohöl-Handel zunutze machen wollen, sollten Sie Ihre Positionen hier frühestmöglich eröffnen.